
Foto: v.l. Norbert Loschko, Christopher Baumgartner, Patrick Sulzer, Harald Kirchberger, Johann Buresch, Markus Lafer, Thomas Wingelmayr und Wolfgang Grünbichler.
Stadtgemeinde Mank
Mit einem Infoabend startete die erneuerbare Energiegemeinschaft Alpenvorland eine Initiative zur Nutzung von Stromspeichern.
Mehr als 80 Interessierte waren am vergangenen Freitag im Stadtsaal Mank beim Infoabend der erneuerbaren Energiegemeinschaft Alpenvorland mit dabei. Harald Kirchberger freute sich über den tollen Start der Gemeinschaft, die in einem Jahr zu einer der größten Gemeinschaften geworden ist. Auch Bürgermeister Martin Leonhardsberger und die Stadtgemeinde sind mit an Bord. „Wir haben uns die Entscheidung gut überlegt und sind durch das große Interesse bestätigt“ so der Ortschef. Stadtrat Johann Buresch ist unermüdlich in der Sache unterwegs. Aktuell gibt es in Mank 324 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 604 Zählpunkten. Neben zahlreichen Photovoltaikanlagen sind auch Kleinwasserkraftwerke und ein 30%-Anteil des Windrades der Firma Janker aus Kilb als Strom-Produzenten an Bord. Zahlreiche Abnehmer profitieren vom umweltfreundlichen Strom aus der Region und sparen Kosten. „Man muss keine PV-Anlage haben, um als Stromverbraucher von den günstigeren Tarifen der Gemeinschaft zu profitieren“ klärt Harald Kirchberger auf. Durch geringere Netzentgelte, Steuervorteile und Energiekosten konnten in Mank heuer bereits 17.000€ an Wertschöpfung in der Region gehalten werden. Eine gute Balance zwischen Produzenten und Abnehmern wird auch in Zukunft angestrebt.
Zukunftsfähige Technik im Hintergrund – Stromspeicher als nächster Schritt
Für die Verwaltung und Abrechnung im Hintergrund sorgt die Firma neoom aus Freistadt in Oberösterreich. Die EEG Alpenvorland ist mittlerweile die größte Gemeinschaft unter den 170 Energiegemeinschaften die betreut werden. Da mit PV-Anlagen in der Mittagszeit Überschüsse produziert werden, soll mit Stromspeichern die Eigenversorgung im Haus und in der Energiegemeinschaft gesteigert werden. Die lokalen Elektrounternehmen beraten gerne bei der Anschaffung. Die Investitionen für Speicher haben sich in den letzten Jahren stark reduziert. Ein intelligentes Gesamtsystem entsteht, wenn mit Steuerungsgeräten die Erzeugung und der Verbrauch im eigenen Haus und in der Energiegemeinschaft optimiert wird und so das Stromnetz entlastet wird. Wichtig ist, dass die Stromspeicher sich auch steuern lassen – die EEG informiert dazu gerne. „Die Stadtgemeinde setzt bereits Stromspeicher beim Vereinshaus, im Feuerwehrhaus und beim Stadtsaal ein“ so Bürgermeister Martin Leonhardsberger. Beim Wasserwerk wird in den kommenden Wochen ein möglicher Einsatz in Kombination mit der 300 kWp-Photovoltaikanlage geprüft.